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spectACT
c/o Haus der Begegnung
Rennweg 12
6020 Innsbruck
Tel.: 0664/53 06 012
info@spectACT.at
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Willkommen bei spectACT*, dem Verein für politisches und soziales Theater
Unser Ziel ist es, Theater mit Menschen zu machen, ein Theater der Begegnung und der Ermutigung. Im Theater wird vieles möglich - in unseren Vorstellungen finden Dialoge auf gleicher Ebene und in Augenhöhe statt. Situationen werden veranschaulicht und begreifbar. Unser Theater soll Menschen eine Stimme geben, sowie ihren Wünschen und Anliegen Ausdruck verleihen. Im Sinne der Theaterpädagogik dient unsere Arbeit jeder und jedem einzelnen, der Gemeinschaft, in der wir alle leben, und der Auseinandersetzung mit politischen und sozialen Themen, die uns betreffen. Der politische und soziale Ansatz von spectACT ist: "Ich steh auf und misch mich ein. Ich werde aktiv, damit wir gemeinsam etwas bewegen!" Dabei ist und bleibt Theater ästhetische Kunst und wirkt gerade dadurch auf vielfältige Art und Weise.
* spectACT leitet sich von spectactor, einer Wortschöpfung Augusto Boals, ab, der damit den aktivierten, selbst spielenden Zuschauer bezeichnet. spectACT will die bisherigen "Zuschauer" des politischen und sozialen Lebens aktivieren und ihnen eine "Bühne" geben.
Die Methoden von spectACT, in der Arbeit mit politischem und sozialem Theater!
Die Arbeit von spectACT basiert größtenteils auf dem "Theater der Unterdrückten" nach Augusto Boal. Da seine Methoden immer für die Menschen da sind (und nicht umgekehrt), variieren und kombinieren wir sie mit anderen Techniken und eigenen Ideen. Es kann also auch sein, dass sich die Begriffe ändern. So wurde es bei David Diamond in Vancouver zum "Theatre for Living", andernorts zum "Theater der Befreiung" und wir machen, ohne jemals die Wurzeln außer Acht zu lassen, "Theater der Begegnung".
Die Methoden umfassen zum Beispiel:
- Forumtheater ist die bekannteste Methode des Theaters der Unterdrückten. Ausgehend von einer Konflikt-Szene suchen SchauspielerInnen und Publikum in einer offenen, theatralischen Form alternative, friedlichere, gewaltlosere, respektvollere Handlungsweisen. Einsatzmöglichkeiten: Gewaltprävention, Suchtprävention, Friedensarbeit, Integration, Bearbeitung von Alltagskonflikten, Mobbing, etc. in Schulen, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Arbeitswelt, Gemeinde- oder Stadtteilarbeit.
- Zeitungstheater setzt sich kritisch mit Information und Medien auseinander und schafft die Möglichkeit, die eigene Realität in Bezug zur Medienlandschaft zu bringen. Einsatzmöglichkeiten: Politische Bildung, Medienreflexion, Darstellung von Themen und Inhalten bei Veranstaltungen, Kampagnen, im Unterricht etc.
- Polizist im Kopf und Regenbogen der Wünsche sind introspektive Methoden des Theaters der Unterdrückten und analysieren auf der Darstellungsebene innere Konflikte und Widersprüchlichkeiten, die aus der Erziehung und Sozialisation herrühren. Sie helfen, innere Blockaden und unerwünschte Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu verändern. Einsatzmöglichkeiten: Selbsterfahrung, Gruppenerfahrung und -dynamik in den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung und - stärkung.
- aber auch: Brecht´sches Lehrstück (für Organisationsentwicklung, Gruppenprozesse), Choreografisches Theater (für Ensemblearbeit, Teamwork), Bildertheater (als Anschauungsmaterial, Diskussionsimpulse, Verkörperung von Themen und Begriffen), Stockkampf und Neuer Tanz nach Pia André und Sibylle Magel (Entschiedenheit und Präsenz) oder Playback Theater (Reflexion, Analyse) und andere mehr.
Mit all diesen Methoden und Techniken will unsere Gruppe Möglichkeiten zur kreativen Konfliktlösung aufzeigen, Lust auf Beteiligung am politischen Leben machen und ein Experimentierfeld zur Erweiterung des persönlichen Handlungsrepertoires anbieten.
Unsere Arbeit orientiert sich an den Lebenswelten der Menschen und schafft Bewegungsräume zur Entwicklung positiver, respektvoller und gesunder Alternativen im Zusammenleben und im Umgang mit einander und sich selbst.
Das Theater bietet hierbei einen geschützten Rahmen zum Erproben verschiedener Möglichkeiten, die im entsprechenden Zusammenhang dann auch öffentlich präsentiert werden können, wodurch die Themen für ein breiteres Publikum zugänglich werden. Die Auseinandersetzung mit Verhaltensweisen, sei es den eigenen oder denen anderer, passiert auf eine lustvolle, kreative Art und spricht durch das erfahrungsorientierte Herangehen eine Ebene an, die Veränderungen einfacher ermöglichen und nachhaltiger etablieren. Die Veränderung entsteht aus den und durch die Beteiligten und wird nicht von außen aufgesetzt.
"Theater ist die menschliche Fähigkeit, sich selbst im Handeln zu betrachten.
Die Selbsterkenntnis, die der Mensch auf diesem Weg erwirbt, erlaubt ihm, sich Variationen seines Handelns vorzustellen und Alternativen zu erproben."
(Augusto Boal)
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